Corregidor Island Trip

brochure
Corregidor Island zählt zu den wohl interessantesten, historischen Schauplätzen des 2. Weltkriegs, rund um die Kämpfe auf den Philippinen. Diese Insel liegt am Eingang zur Manila Bay und war mit ihrer strategischen Lage ein wichtiger Platz zur Verteidigung vor Angreifern. Bereits die Spanier kontrollierten hier ankommende Schiffe, bevor diesen die Weiterfahrt gewährt wurde. Später, nach den spanischen Kriegen, nutzten die Vereinigten Staaten die Insel zur Verteidigung, und installierten massenhaft Kanonen grossen Kalibers.
Siegel

Trotzdem fiel die Insel im März 1942 nach massiven Attacken der japanischen Luftwaffe. General Douglas Mac Arthur, der die amerikanische Armee befehligte, wurde nach Australien abberufen, ließ jedoch die Japaner wissen: „I shall return!“

Man kann diese Tour von Manila aus mit einer Fähre starten (mühsam) oder direkt von Bataan mit einem Boot auf Corregidor Island übersetzen. Mit einem Shuttle Bus wird man zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gefahren. Gut geführt und gut erklärt, vergeht die Zeit wie im Fluge. Die Ruhe und Abgelegenheit des Ortes, lässt einen glauben, als ob Geschichte gerade stattfindet. Irgendwie wartet man gespannt auf den bald stattfindenden Angriff der Japaner.

Ein „must“ für Philippinenbesucher!

Anmerkung: Geschichtlich eng zusammenhängend mit dieser Tour ist die Gedenkstätte in Capas (Tarlac). Abertausende Kriegsgefangene, großteils Filipinos und Amerikaner, wurden nach der Kapitulation von Corregidor Island von Bataan nach Capas in der Provinz Tarlac verlegt. In einem tagelangen Marsch unter tropischer Sommersonne nach San Fernando in der Provinz Pampanga, verdursteten bereits Hunderte Kriegsgefangene. Viele starben danach beim Eisenbahntransport von San Fernando nach Capas, wo sich ein Konzentrationslager befand. In einer riesigen, kreisrunden Gedenkmauer im Capas National Shrine, in deren Mitte sich ein 70 Meter hoher „Obelisk“ befindet, sind die Namen all derer eingemeisselt, die diesem  Ereignis zum Opfer fielen. Siehe dazu ein Video über Capas National Shrine

Corregidor Island zur Zeit der Spanier

Die Insel war wahrscheinlich schon vor der spanischen Herrschaft über die Philippinen von Fischern bevölkert. Zur Zeit der Spanier gab es eine Signalstation, die Feuer entzündete, um Manila über heimkehrende Schiffe zu unterrichten. 1795 wurde eine Marinestation auf der Insel aufgebaut, später gefolgt von einem Marinehospital und 1836 wurde ein Leuchtturm errichtet. Die Kleinstadt San Jose auf Corregidor Island bildete den Sitz der Regierung auf der Insel.

Corregidor Island zur Zeit der Amerikaner

Nach der Übernahme der Philippinen durch die USA (1898) wurde die Insel 1907 als US-Militärgebiet ausgewiesen und der dortige Army-Posten Fort Mills benannt. Aufgrund ihrer Lage sehr geeignet für die Verteidigung der Manila Bay, wurde Corregidor ab 1909 mit Artillerie befestigt. Betonstellungen und Bunker wurden errichtet sowie ein Netz aus Straßen angelegt. 1912 war aus der Insel eine Militärbastion geworden. Aufgrund der felsigen Natur und der Befestigungen wurde Corregidor Isalnd auch nur „The Rock“ genannt.

Quelle: Wikipedia

Während der japanischen Invasion im Dezember 1941 war die Insel Hauptquartier der US-Marinestreitkräfte unter General Douglas MacArthur. Trotz Belagerungen von See und heftiger Bombardements konnte Corregidor Island lange standhalten und Bataan als letzte Rückzugsmöglichkeit der philippinischen und US-amerikanischen Streitkräfte entlasten.

General MacArthur wurde im März 1942 nach Australien abberufen. Auch nachdem Bataan am 9. April 1942 gefallen war, hielt die Festung auf der Insel noch 27 Tage stand. Ein am 5. Mai mit Luftunterstützung begonnener Angriff von 2000 Japanern führte am darauffolgenden Tag zur Kapitulation der Verteidiger. Während der japanischen Besetzung verblieben ungefähr 300 japanische Soldaten und etwa 500 Kriegsgefangene auf der Insel.

Während der Rückeroberung der Philippinen durch die USA 1945 wurden die Kriegsgefangenen abtransportiert. Die US-Truppen sahen sich schließlich über 5000 Verteidigern auf Corregidor Island gegenüber, als sie die Insel am 15. Februar 1945 angriffen. Der Kampf um die Insel dauerte zwölf Tage und forderte knapp 900 Opfer auf amerikanischer Seite, auf japanischer kamen fast alle Verteidiger um.

Heute ist Corregidor Island hauptsächlich ein historisches Denkmal. Mit den noch sichtbaren militärischen Anlagen wie dem Malinta-Tunnel, aber auch dem alten Leuchtturm und vielen Parks, ist Corregidor Island einer der größten Anziehungspunkte für Touristen auf den Philippinen, die sich für die Geschichte des 2. Weltkriegs im Pazifik interessieren.